DIE ENTSTEHUNG DES PROJEKTES

Entstehung des Projekts Im Jahre 2000 gründete Heidrun Mazumdar (Projektinitiatorin) einen Meditationskreis in Freiburg. Im Dezember 2004 wurde sie gefragt, ob sie bereit sei, Meditation auch an einer Schule anzubieten; Sie sollte mit verhaltensauffälligen Jugendlichen arbeiten. Es würde also im besten Sinne des Wortes um Erziehung gehen. Heidrun Mazumdar sagte zu und begann damit im Januar 2005, und zwar gleichzeitig an der anfragenden Schule und an einer Grundschule. Nachdem sie in jeweils acht Gruppenstunden erste Erfahrungen gesammelt hatte, bot ihr die Projektfachstelle Jugend im WertAll an, ein Jungen-Projekt daraus zu machen. Jungen hätten Defizite an überzeugenden männlichen Vorbildern. Sie dachte sich daher, es wäre somit kontraproduktiv gewesen, wenn sie als Frau allein die Arbeit durchgeführt hätte. Die Hereinnahme von Adrien Nestmann in die geplante Projektarbeit war also eine notwendige Ergänzung, die noch deshalb bedeutsam wurde, weil er mit seinen Kampfkunst-Erfahrungen ein methodisch-didaktisches Mittel zur Zielerreichung mitbrachte, was für den Erfolg des Projektes von unschätzbarer Bedeutung werden sollte… Im ersten Projektantrag hieß es u.a.: “Das Projekt STILLE JUNGS stellt Bedingungen und Methoden bereit, die 6 – 16 jährigen Jungs neue Erfahrungen und Erlebnisse mit Kampfkunst und Stille ermöglichen. Rituale und eindeutige, auch strenge Regeln, die schnell zu lernen sind, wechseln sich ab mit kraftvoller Aktivität im Zweikampf. Es folgen Übungen, die die Aufmerksamkeit nach innen lenken. Der wirkungsvolle, ritualisierte Ablauf wird authentisch vermittelt und ist für die Jungs leicht nachvollziehbar. Die Methoden werden von erfahrenen Praktikerlinnen entwickelt.” Mit der Zeit entwickelte sich Kommunikation als wichtiges drittes Element hinzu und rundete somit die Gruppenarbeit mit den Jungen ab.